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Der hohe Norden Skandinaviens,das Lappland und seine Mineral Fundstellen

Das Lappland erstreckt sich über eine Fläche von 260000 km² und liegt nördlich des Polarkreises, es ist sozusagen der nördlichste Teil Europas. Lappland selber erstreckt sich über vier Länder, Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Die Bevölkerungsdichte in dieser rauen Region beträgt ca. 2 Einwohner pro km².Das von Sümpfen, Seen und Wäldern geprägte Taiga ähnliche Gebiet erreicht von Osten nach Westen hin im Grenzgebiet von Schweden nach Norwegen seine höchste Erhebung mit Bergen von über 2000m wie zB. der Kebnekaise. Die Gebirge (Fjälls) Lapplands sind durch die Eiszeit stark abgetragen worden und deren Gestein wurden weit verfrachtet bis tief nach Europa hinein. Der größte Teil Lapplands ist bedeckt mit Eiszeitlichen Geschieben und doch befindet sich unter dem Abtragungsschutt interessante Lagerstätten. Mit einer der größten Eisenerzanreicherungen der Welt befindet sich auf Lappländischen Boden, die Eisenerzgruben in und um Kiruna in Schweden. So ist es auch nicht verwunderlich das dass Lappland auch für Mineraliensammler von Interesse ist, es hat die für Skandinavien typischen Fundstellen zu bieten. Auch sind die Fundstellen Lapplands noch nicht so überlaufen von Mineraliensammlern, so sind immer noch interessante und schöne Funde möglich.

 

 

Kiruna eine Stadt auf Eisenerz / Schweden

Die Gemeine Kiruna ist die größte Gemeinde Schwedens. Kiruna selber ist nicht so groß, aber geprägt von dem dortigen Eisenerzbergbau. Sie wird dominiert von den zwei Erzbergen Kiirunavaara und Luossavaara, beide über 700m hoch und reich an Magnetiterz. In der gesamten Region gibt es große Eisenerzanreicherungen, Magnetiterz mit Werten von 60 bis 70%, die vom Staatlichen Bergbauunternehmen LKAB (www.lkab.com) abgebaut werden. So wird in Zukunft auch die Stadt Kiruna selber den Bergbau weichen müssen, bzw. sie wird verlagert, um das darunterliegende Eisenerz abzubauen. So wird einmal ein tiefer Abbau die beiden Berge miteinander verbinden. Durch das dessinteresse der Bergleute und der neuen Art abzubauen kommen nur sehr selten Mineralien aus der Grube Kiirunavaara. Ein anderer Sprengstoff, der meist nur kleinstückiges Material übrig lässt und viel Spritzbeton, machen Funde daher selten. Und so kann sich der glücklich schätzen der eine Mineralstufe aus selbiger Grube hat. Die Calcite der Kiirunavaara sind zwar weniger spektakulär wie die von Malmberget, aber trotzdem schön. Die wohl interessantesten Calcite von dort sind die bekannten Zwillingsbildungen vom Skalenoeder. Diese wurden vor vielen Jahren vom Dennis Holmberg auf der 820m Sohle gefunden. Bei unserer Tour hatten wir die Ehre Björn (www.mineraler.net) und Dennis (//hem.bredband.net) persönlich kennenzulernen, so sind beide sehr aufgeschlossene und nette Mineraliensammler und übrigens die einzigen in dieser Region. Wer einmal dort ist sollte sich unbedingt die legendäre Mineraliensammlung vom Dennis ansehen, die zum großteil aus getauschten und selbstgefundenen Mineralien besteht.Da ich nicht die entsprechende Ausrüstung mithatte konnte ich leider auch keine richtige Untertage Tour im Gebiet der Luossavaara im Altbergbau machen. Beeindruckend sind hier die auch im Sommer vereisten Stollen und Schächte.

 

 

Die Eisenerzgrube Rautuvaara bei Kolari im finnischen Lappland / Finnland

Die Eisenerzgrube Rautuvaara bei Kolari wurde in den 70er Jahren eröffnet und Ende der 80er wieder geschlossen.Betreiber war der staatliche finnische Rautaruukki Oy (www.ruukki.com).Bei meinem Besuch ,im Sommer 2009, konnte ich noch die Tagesanlagen besichtigen, interessant war der große Förderturm. Ansonsten ist man dort damit beschäftigt alles zu rekultivieren, die Halden sind bis auf ein paar kleine Reste schon abgetragen. Somit ist es fast unmöglich dort noch interessante Mineralfunde zu machen ExplorationFinland/rautuvaara.html

 

 

 

Die Gruben Pahtavuoma und Saattopora - Kittilä / Finnland

Bei unseren Besuch dieser beiden Gruben konnte ich nichts von Bedeutung an Mineralien finden, ein wenig Pyrit etwas Aktinolit und Quarz. Obwohl diese beiden Gruben recht dicht bei einander liegen wurde früher dort unterschiedliches Material abgebaut.So war die Saattopora ein Goldbergwerk, der Haldenbereich ist recht groß. Die Pahtavuoma Grube befindet sich heute in einem Nationalpark und war die kleinere von beiden Gruben. Aber auch dort konnte ich keine interessanten Mineralien entdecken. Die Fahrt zu den Gruben ist recht abenteuerlich und nicht weiter zu empfehlen da sie nur über Schotterpisten führt, abseits jeglicher Zivilisation. Die obere Bildreihe sind Bilder von der Pahtavuoma, darunter von der Saattopora. ExplorationFinland/saattopora.html

 

 

Die Leveäniemigruvan bei Svappavaara - Gemeinde Kiruna / Schweden

Das Grubengebiet liegt direkt an der E10.Die LKAB (www.lkab.com) baute dort von 1964 bis 1982 Magnetiterz ab,doch heute ist die Grube ein großer See. In der angrenzenden Fabrik wird das Kiruna Erz aufbereitet und zu Erzpellets weiterverarbeitet. Mein Besuch auf den Halden war leider nur sehr kurz,so dass ein intensieves besammeln nicht möglich für mich war.Wer einmal dort war wird beeindruckt von der größe des Haldenbereiches sein, die sicher noch für Jahre interessante Mineralien hervorbringt.Optisch sehr interessant fand ich gelben Stilbite in / auf grünen Skarn sowie die beschriebenen nadeligen Calcite.Die bekannten Strengite konnte ich nicht finden,ich denke dass selbige sehr selten zu finden sind.In der Nähe befindet sich ein Altbergbau Gebiet, der Gruvberget.Dort wurde in der Vergangenheit Kupfer abgebaut.Die offengelassenen Schächte sind teils recht tief und am Grund mit Eis und Schnee gefüllt.Dieses Altbergbaugebiet befindet sich im reinen Magnetit.Finden kann man Belege an Malachit,Azurit sowie kristallisierten Magnetit.

 

 

 

Die Hannukainen Mine nahe Hannukainen bei Kolari - Lappland / Finnland

Die Hannukainen Mine ist nach dem gleichnamigen Ort Hannukainen benannt worden der sich in der Nähe befindet.Sie liegt in dem Gebiet der Kuervarra an der 940. In der Nähe befindet sich auch der Yilas mit seinem angrenzenden Nationalpark den Pallas- Yllästunturin. Diese Mine wurde betrieben vom staatlichen Rautaruukki Oy (www.ruukki.com) und in den 80er Jahren geschlossen.Als ich die Halde dieser Grube im Sommer 2009 besuchte war ich positiv überrascht! Diese Lokalität ist nicht von Mineraliensammlern überlaufen und somit lassen sich dort noch interessante Funde verschiedener Mineralien machen. mir gelang ein guter Calcitfund. Aber auch Stilbite,Chabasite und Diopsite ließen sich finden. Insgesammt besuchte ich die Fundstelle 3 mal. Die Halde wird von 2 Seiten langsam abgetragen, das Haldenmaterial wird zu Splitt für den Wegebau usw. in verschiedenen Körnungen weiter verarbeitet. ExplorationFinland/hannukainen.html

 

 

 

Pahtavaara eine aktive Goldmine im finnischen Teil Lapplands / Finnland

An einem Samstag machten wir uns auf den langen Weg zur Pahtavaara Mine. Diese besuchten wir vor 8 Jahren und hatten nicht den Eindruck dass sie noch aktiv ist. Entsprechend "dürftig" war auch meine Ausrüstung Hammer,Meißel, halt das übliche um auf der Halde Steine aufzuschlagen. Nun anders als auf der Topographischen Karte angegeben ist die Pahtavaara durchaus eine aktive Grube, enspreched überrascht waren wir. Und wie bei allen Aktiven Gruben im Skandinavischen Raum wird absolute Sicherheit großgeschrieben. Nach einigen Verhandlungen machte Guillermo der Geologe einen Vorschlag, einen kurzen Abstecher zur Halde und an den Rand der Grube.Bei unseren nächten Besuch dort sollten wir uns bitte vorher Anmelden per email. Mit entsprechender Sicherheitsausrüstung währe dann ein längerer Aufenthalt kein Problem.Auf der Halte selber konnte ich nichts von Interesse entdecken, viel Aktinolit etwas Pyrit, halt nichts tolles. Das Gold soll nach Guillermos Angaben in Nuggetform im Dolomit vorkommen. Aber Mineralogisch wird die Grube selber wohl nicht so interessant sein.Eine weitere Tour in hoffentlich 2 Jahren wird da denke ich mehr Erkenntnis schaffen, der Kontakt steht. Ach ja der Betreiber ist übrigens ein Schwedisches Unternehmen Lappland Goldminers AB (www.lapplandgoldminers.se).

 

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