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Auf Mineralien Tour durch Mexico
![]() Mein besonderer Dank gilt der Familie von Matthias, allen voran Alma und Jesus die mich super intiegriert haben,soweit das natürlich möglich war, so das ich mir nicht unbedingt wie ein Tourist vorkam, Aleksandro und seiner Familie sowie Norma und Matthias, ohne die ich nie nach Mexico gekommen währe.
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Silberstadt Fresnillo Ich besuchte Fresnillo auf meinen Mexico Touren in den Jahren 2004 und 2005. Wer Fresnillo besucht, ist erst einmal enttäuscht, denn es ist eine eher hässliche Großstadt. Fresnillo liegt im Bundesland Zacatecas und hat ca. 102.000 Einwohner. Die Stadt lebt vom Prinzip her von der dortigen Grube, sie ist also gleichzeitig der größte Arbeitgeber. Der Berg "Cerro Proano" liegt am Rande der Stadt; von hier aus begann der Aufstieg Fresnillos zur Silbermetropole Mexikos. Um 1550 wurden die Spanier von den damals dort lebenden Einheimischen "Indianer" auf das Silbervorkommen aufmerksam gemacht. Selbst Alexander von Humboldt besuchte Fresnillo und berichtete 1800-1803 in seiner Reisebeschreibung darüber. Aber über ca. 400 Jahre blieb die Lagerstätte ziemlich unbedeutend, mit Phasen, in denen die Bergwerke immer mal wieder geschlossen wurden. Ab 1919 wurde dann durchweg abgebaut, wobei man in den 40ern die Oxidationszone völlig abgebaut hatte. Mitte der 70er Jahre wurden aber dann beeindruckende Gänge von massivem Pyrargyrit, Akanthit, Stephanit sowie Polybasit entdeckt. Somit stieg Fresnillos Bedeutung auf dem Silbermarkt stark an. Heute sind die Gruben um Fresnillo schon der größte Silberproduzent der Welt; und bedingt durch die starken Explorationsarbeiten, die auch heute noch anhalten, wird die Lagerstätte in absehbarer Zeit zur größten mexikanischen Silberlagerstätte werden. Sie stellt somit alle großen klassischen Vorkommen Mexikos und der Welt wie Kongsberg, Harz und Sachsen in den Schatten. Der Betreiber der Minen ist das mexikanische Bergbauunternehmen Penjoles. Im Gegensatz zu anderen Silberminen auf der Welt bietet Fresnillo eine mit der größten Anzahl an reinen Silbermineralien.Auch kommen in den Silber Minen recht schöne Calcite,nur werden sie von den Mineros wegen ihres geringen Wertes wegen,gegenüber den Silbermineralien,selten mitgenommen. Geologisches Tertiäre vulkanische Gesteine überlagerten deformierte mesozoische Sedimente und unterseeische Gesteine in der Gegend um Fresnillo. Es gibt dort zwei strukturelle Trends, bedingt durch eigenständige Verformungsepisoden. Eine von diesen ist ein ausgedehntes Antiklinorium, geformt durch Kompression in der letzten Kreidezeit. Die Struktur taucht nach Südosten ab und hat ihren Kamm unterhalb des Cerro Proano. Der 2. Strukturverlauf zieht sich in SO-NW-Richtung des Distrikts und ist ein Teil der Fresnillo-Störung. Diese Störung fällt ca. 35° nach NW und bringt die mesozoischen Sedimente und tertiären Vulkane im Kontakt mit älterem, darunterliegendem Schiefer, Grauwacke und mafischen, vulkanischen Gesteinen. Die Fresnillo-Störung ist Teil einer Blockstörungsepisode, welche im mittleren bis späten Tertiär vorkam; das begründet die regionale Südkippung des mesozoischen und tertiären Gesteins. Die Fresnillo-Störung spielt eine sehr bedeutende Rolle in der Lokalisation der Mineralisation. Spannungsbedingt traten an der Störung Risse und Fugen auf, die durch hydrothermale Aktivitäten in der Umgebung der Fresnillo-Störung die großen Adern im Gebiet entstehen ließen.
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Charcas in San Luis Potosi Ich besuchte Charcas in den Wintermonaten 2004 und 2005. Charcas präsentiert sich heute dem Besucher als ein nettes, beschauliches Städtchen mit historischem Stadtkern. In kleinen Läden werden rund um die Uhr allerhand Waren angeboten und am Abend erwacht der Platz vor der zentralen Kirche zum Leben. Einer großen "Party" gleich treffen sich jung wie alt um zu verkaufen, sich zu unterhalten, oder die Messe in der Kirche zu besuchen. Ein Resturant dessen Namen ich aber leider nicht mehr kenne bietet noch so richtig von Hand hergestellte Speisen an die verdammt gut schmecken und auch sehr preiswert sind, nur Zeit sollte man Mitbringen. Als Calcitliebhaber ist Charcas natürlich der Inbegriff guter Mexicanischer Calcite. Nur ist es in letzter Zeit um sie etwas ruhig geworden.
1572 wurde die Lagerstätte bei Charcas von den Spaniern entdeckt. Daraufhin wurde die erste Siedlung Santa Maria in der Nähe zur Mine gegründet, welche aber nach kurzer Zeit wieder aufgegeben wurde und am jetzigen Ort wieder aufgebaut wurde. Bis 1924 erfolgte der Abbau der Skarnerze mit Unterbrechungen. Danach erfolgte der Abbau kontinuierlich durch den auch noch heutigen Besitzer der Minen der IMMSA, einer Tochter der Grupo Mexico. Eingebettet ist die Lagerstätte in die Sedimente der Trias- und die Karbonatgesteine der Jura- und Kreidezeit. Ein aufsteigender Intrusiv-(Granit) kristallisierte den umliegenden Kalkstein zu Marmor um, es entstand eine typische Skarnlagerstätte.In unmittelbarer Nähe der Lagerstätte entstanden durch den aufsteigenden Granit Risse und Spalten, die durch hydrothermale Lösungen wieder gefüllt wurden. Manche Skarnerzkörper erreichen eine Mächtigkeit von bis zu 30m. Die Skarnerzkörper haben das Aussehen von flach einfallenden Erzkörpern, auch Mantos genannt, die der Schichtung des Kalksteines folgen. Charcas gehört genauso wie Naica, Conception del Oro, Santa Eulalia, San Martin und Real de Cartorce zu den hochtemperierten Ag-Pb-Zn-Cu-Lagerstätten, die sich im Zeitraum und Entstehung ähneln.Die Mine dort ist der zweitgrößte Zinkproduzent in Mexiko. Es werden täglich bis zu 4000 t Erz gefördert. Die Mine hat 18 Sohlen wobei die größte Teufe bei 650 m liegt. Der Zugang erfolgt mittels Rampen und Schächten. Die Reserven liegen zur Zeit zwischen Nivell 12 und 18 mit etwa 18 Mio. t.
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Der Cerro de Mercado in Durango Ich besuchte den Cerro de Mercado auf meinen Mexico Reisen in den Jahren 2004 und 2005, zusammen mit meinen Sammelfreund Mattias. Die Eisenerzlagerstätte Cerro de Mercado wurde 1552 entdeckt und ab 1828 wurde das Eisenerz dort industriell abgebaut. Nach einem Stillstand des Abbaus von 1975 bis 1992 wurde 1993 die Produktion von dem mexikanischem Bergbauunternehmen "Cerro de Mercado S.A. de C.V.", einer Tochter der Grupo Acero del Norte, wieder aufgenommen und ausgeweitet - auf jetzt 40000t Eisenerzkonzentrat (64% Fe) pro Monat. Eine Aufbereitung des Eisenerzes erfolgt dort über Flotation, Gravimetrie und Magnetscheidung. Geologisches Entstanden ist die Lagerstätte vor ca. 30 Mill. Jahren, als porphyrischer, teils blasiger Quarz-Latit einen 350 m langen und 180m breiten vulkanischen Dom bildeten, den Gipfelbereich des Cerro de Mercado. Der Schlot des Latitdomes füllte sich mit rhyolitischem/dacitischem Tuff, Laven und Ignimbriten. Metasomatisch stark umgewandelt werden diese in der Nähe zum Eisenerz. Im Kontaktbereich zwischen Latit und dem älteren Vulkaniten befinden sich die meisten massiven Eisenerzmantos, deren Mächtigkeit zwischen 10 und 50 m schwankt.Der Pyroxen kristallisierte zuerst, dann folgten der Apatit und der Magnetit, deren Wachstum gleichzeitig ablief. Die beiden Mineralien behinderten sich gegenseitig in Wachstum und so konnte der Apatit keine perfekten Kristalle bilden. Erst die Kristallisation in einen Hohlraum hinein bildete perfekte idiomorphe, langprismatische Apatitkristalle. Diese brachen zu einem späteren Zeitpunkt von ihrer Magnetitmatrix ab, von der die Ursache eine heftige Erschütterung sein konnte. Auf Grund dieser Tatsache sind die meisten Apatitkristalle dieser Lagerstätte nur auf einer Seite mit Endflächen versehen.
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Sombrerete in Zacatecas Somrerete ist eine schöne alte Kleinstadt im Bundesland Zacatecas, erbaut im typisch Spanischen Kolonial Stil. Die ersten Hinweise zu den alter der Stadt gehen auf Mitte des 16. Jahrhundert zurück. Wobei Sombrerete erst mit den Silberboom im 17. Jahrhundert seinen Aufstieg erlebte. Sombrerete diente uns als Ausgangspunkt für Touren in die Gruben San Martin und Sabinas. Betrieben werden die Gruben von den beiden Bergbauunternehmen Immsa und Penjoles.In beide Gruben wird Bornit abgebaut der als Grundlage für die Kupferproduktion diehnt. Dabei bauen beide auf ein und denselben Intrusivkörper ab.Wir hatten die Gelegenheit beide Gruben zu besuchen und auch untertage zu besichtigen. Im ersten Jahr, unserer Tour fand ich in einem Seitengang, auf Nivell 21, eine größere Druse mit hexagonalen ja schon fast Pinakoitartigen Calcitkristallen, die noch nicht ausgeräumt war. Ansonsten ist das mit den Mineralien sammeln dort unter Tage so eine Sache, meist ist sie erfolglos. Die Mineros nehmen oft die interessanten Stücke mit, die sie dann späther wieder für gutes Geld verkaufen. Das Geld für die Mineralien fließt meist in die Familien, zum Beispiel für die Ausbildung der Kinder. Es gibt nur zwei "Arten" von Mineros die überhaupt eine Chance haben, Mineralien zu suchen und mit nach draußen zu nehmen. Das währen die "Beräumer", die nach einer Sprengung loses Material von Decke und Wand schlagen und die Bohrer, die auf dem Bohrwagen sitzen. Aber eigentlich ist es verboten Mineralien zu sammeln, so kann das durchaus auch den Job des betreffenden kosten, aber irgendwie finden sich immer wieder Möglichkeiten für die Mineros. So ist es nicht verwunderlich wenn man Mineralien direkt vom Minero zum Kauf angeboten bekommt. Für den Besuch der Gruben haben wir jeweils einen Tag angesetzt, der auch locker drauf ging. Beide Gruben sind Gleislos angelegt, die einzelnen Nivelle sind über Rampen erreichbar. Die Rampen verlaufen spiralartig in die Tiefe, wobei der Erzkörper innerhalb der Spirale liegt. Wird ein neuer Erzkörper angefahren, so geschieht das ausschließlich von unten nach oben. Für einen Außenstehenden ist die Mine wie ein Labyrinth von Gängen, in dehnen man sich sehr schnell verlaufen kann. Große Halden hinterlässt dieser sehr moderne Bergbau so gut wie nicht. Durch die Flotation wird Erzhaltiges Material pulverisiert, Erz wird zu Pellets und taubes Material ist dann wie Sand. Der meiste Abraum verbleibt gleich wieder untertage, er wird zum verfüllen genutzt. So ergibt Abraum, "Sand" und Wasser eine ziemlich feste Grundlage für den weiteren Betrieb.
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Conceptión del Oro in Zacatecas Conceptión del Oro ist eine kleine Bergstadt im Bundesland Zacatecas. Die Stadt hat ihre besten Jahre schon hinter sich und der Verfall ist überall sichtbar, anhand der Gebäude kann man noch erahnen welch schöne Bergstadt sie in der Vergangenheit war. Fährt man nun mit dem Auto in die Berge, sieht man überall die Spuren des vergangenen Bergbaus. Für Bergbaubegeisterte ist dieses Gebiet ein Eldorado an alten Gruben, aber auch Landschaftlich hat dieses Gebiet eine schöne Flora zu bieten. Wenn man den etwas abenteuerlichen Pass nach oben gefahren ist, fährt man durch das Ruinenstädchen Aranzazu durch, mit der bekannten "el Cobre" Mine die in den 80ern geschlossen wurde und vielen anderen Gruben. Fährt man die Straße weiter, die Serpentienen auf der anderen Bergseite wieder hinunter so trifft man dann irgendwann auf das kleine Örtchen Salaverna mit gleichnamiger Grube. Rechter Hand den Berg, über Schotterpisten und schlechte Straßen wieder hinauf befindet sich der alte Ruinenort Salaverna, auch wieder mit einigen alten Gruben und Halden die noch viel an schönen Mineralien hergeben, wenn sie den jemand sammeln würde.
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José Maria Patoni in Durango Das Dorf José Maria Patoni (Minores de Arriba) liegt im Bundesland Durango, etwa 100km nördlich der gleichnamigen Stadt Durango. Die Fundstelle liegt in einem hügeligen Tal, welches immer wieder durch Tafelberge unterbrochen wird. Nördlich der Fundstelle befindet sich der Tafelberg "el Castillo“, der ca. 150 m hoch ist. Wir besuchten die Calcitfundstelle José Maria Patony in den Jahren 2003 und 2004. Die Fundstelle selber ist ein Calcitgang in einen fast Tuffartigen weichen Gestein. Im Jahr 2003 konnten wir innerhalb von wenigen Tagen ein großes Pocket mit schönen Calcitzwillingen finden, weniger Glück hatten wir dann aber im Jahr 2004, trotz mehr Zeit.Gearbeitet haben wir mit einem Kombigerät (Bohrhammer) um einen schnellen Vortrieb zu gewährleisten. Unterstützt wurden wir von ein paar Mexicanern. Wir arbeiteten uns erst eimal in die Tiefe weil wir in der Tiefe die höhere Qualität der Kristalle erwarteten. Da konnten wir auch ein paar kleine Drusen finden, mit schönen Kristallen, aber nichts besonderes. Erst am letzten Tag in den letzten Stunden öffneten wir eine hübsche Druse mit netten aber kleinen Calcitzwillingen. Aber dieser Fund reichte bei weiten nicht an den Fund von 2003 heran. Für einen Calcitsammler wie ich, ist diese Fundstelle mit seinen Zwillingkristallen einfach ein sehr schönes Erlebnis.
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