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Der Steinbruch "Winterberg" bei Bad Grund im Harz
Der Steinbruch Winterberg, der seit 1938 existiert, befindet sich am Nordwest Rand des Harzes, nördlich von Bad Grund. Abgebaut werden dort Devonische Massenkalke, die dort ein Atoll bildeten. Dieses Atoll hat eine Ausdehnung von ca. 2 Km² und eine mächtigkeit von etwa 600 m, es gehört mit zu den mitteleuropäischen Riffkomplex. Es zeigt für die Devonischen Kalke typische Erscheinungen, wie eine Verkarstete Oberfläche mit Rinnen, Furchen und Dolinen, welche aber am Iberg tiefergründig sind. Auf grund von Erd oder Seebeben wurde das atoll in größere „Bruchstücke“ zerlegt. Diese wurden über eine Distanz von etwa 1 km nach nordwesten verschoben, sehr schon im Bild zu sehen. In den Jahren 1967 bis 1969 wurde durch das Landesamt eine Kernbohrung (Iberg 1) niedergebracht, die eine Teufe von 415 m erreichte. Mit dieser Bohrung wurde zwar nicht der Grund erreicht, man konnte aber sehr gut die Grenze von der Adorf zur Givet stufe festlegen, diese liegt dort bei 250 m. Aus dem Massenkalk dieses Steinbruches werden Branntkalk und Kalkhydrat hergestellt. Der Stückkalk und der Feinkalk ist für die Baustoff,die Hütten,die Zucker sowie die chemische Industrie von Interesse. Aber auch beim Umweltschutz und in der Landwirtschaft findet er Anwendung. Die Calcite des Steinbruches sind alle nach der c-Achse gestreckt und haben eine dominante 010 Fläche. Alle vier Grundformen kommen dort im Bruch vor, diese auch in Kombination miteinander. Zwillingsbildungen sind bisher noch nicht nachgewiesen worden. Eine Besonderheit dieser Lokalität stellen die Excentriques dar, Calcite die in alle Himmelrichtungen gewachsen sind.
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